Hochschulvergleich 2007 Österreichische Universitäten punkten in den Ingenieurwissenschaften. Mit guten Wertungen für ihre Studienberatung und ihre Hörsaalausstattung in den Ingenieurwissenschaften und Geisteswissenschaften schneiden die österreichischen Universitäten im diesjährigen Dreiländer-Hochschulvergleich ab, den die Österreichische Qualitätssicherungsagentur AQA bereits zum dritten Mal gemeinsam mit dem Deutschen Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) durchführt. Auffallend schwach werden hingegen Arbeitsmarkt- und Praxisbezug gewertet. Untersucht wurden Studien der Anglistik/Amerikanistik, Romanistik, Germanistik, Geschichte, Psychologie, Erziehungswissenschaften, Architektur, Bauingenieurwesen, Elektro- und Informationstechnik, Maschinenbau/Verfahrenstechnik/Chemieingenieurwesen an zehn österreichischen, 77 deutschen und zwei Schweizer Universitäten. Die AQA hat die Urteile von rd. 1.800 Studierenden und 400 Lehrenden an österreichischen Universitäten ausgewertet und Fakten zur Forschungsleistung der Fachbereiche erhoben. Methodisch wurde der Vergleich in Österreich verbessert, unter anderem durch höhere Stichproben und Mindestrückläufe. Jeder Fachbereich wurde heuer anhand von rd. 20 Indikatoren mit demselben Fachbereich an deutschen, Schweizer und österreichischen Universitäten verglichen und einer grünen Spitzengruppe, gelben Mittelgruppe oder roten Schlussgruppe zugeordnet. Eindeutige Stärken und Schwächen lassen sich nur aus roten und grünen Punkten ableiten. Gelbe Punkte bedeuten nicht Mittelmaß, sondern lassen keine eindeutige Aussage zur Studien- oder Forschungsqualität zu. Spitzenwertungen konnte vor allem das Fächerbündel Maschinenbau/Verfahrenstechnik/Chemieingenieurwesen an den österreichischen Universitäten erzielen. Hier schnitten die Montanuniversität Leoben und die Technische Universität Graz besonders gut ab. Überwiegend gelbe Wertungen gab es für das Studium Bauingenieurwesen an den Technischen Universitäten Graz und Wien sowie der Universität Innsbruck. Hingegen erhielt die Architektur schwache Bewertungen, vor allem hinsichtlich der in diesem Fach wichtigen Arbeitsplätze für Studierende. Spitzenwertungen erhielt die Geschichte an der Universität Klagenfurt. Die Anglistik/Amerikanistik an der Universität Graz punktet hinsichtlich ihrer Infrastruktur. Eher schwach schneiden die Erziehungswissenschaften ab, wobei sich die Universität Salzburg mit ihren Forschungsleistungen abhebt. Fast durchgehend in der Schlussgruppe wurde das Psychologie-Studium gewertet, das bis vor zwei Jahren über einen freien Studienzugang verfügte. Insgesamt zeigen die Ergebnisse in Deutschland und Österreich, dass sich auch größere Universitäten, wie beispielsweise die TU Wien und die TU Graz im Spitzenfeld behaupten können. Aus Sicht der AQA ersetzt der Hochschulvergleich nicht Evaluierungen, die sich mit den individuellen Profilen und Rahmenbedingungen eines Studiums befassen. Wichtig ist, dass die Universitäten die Ampelfarben des Hochschulvergleichs für ihre interne Qualitätssicherung nutzen. Die AQA begleitet die österreichischen Universitäten seit 2006 bei der Entwicklung eigener Qualitätsmanagementsysteme und bietet den Universitäten künftig internationale Qualitätszertifizierungen. |
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